Über mich

Judith Wermter lebt und arbeitet im Ruhrgebiet

seit 2015 freischaffende Künstlerin

seit 2013 Spezialisierung auf die iPhoneFotografie/AppKunst

1995-2001 redaktionelle Mitarbeiterin für ein Musikmagazin / intensive Beschäftigung mit der Fotografie, Oberhausen 

1995-2000 Studium der Sozialarbeit, Essen

geboren 1970 in Bottrop 

 


Vita & Wirken

Judith Wermter hat sich langjährig mit der klassischen Fotografie beschäftigt, spezialisierte – und reduzierte – sich vor sieben Jahren ausschließlich auf die iPhoneFotografie/AppKunst und entdeckte das optimale Ausdrucksmittel ihrer Kunst.

Hierbei arbeitet sie mit einer speziellen App. Diese erzeugt einen Retroeffekt, der mit Fotografie auf Film im Sinne der Vintage-Art vergleichbar ist. Die Künstlerin sieht den resultierenden Effekt beim Blick durch den Sucher der Kamera noch nicht und muss den Moment abwarten, bis die Bilder quasi entwickelt sind. Es gibt keine nachträgliche Möglichkeit der Bildmanipulation bei diesem Prozess.

Die ausgewählten Arbeiten von Judith Wermter lassen drei Vorlieben ihrer Motivauswahl erkennen: Perspektiven, Strukturen und Spiegelungen. Die Komposition hat in der Regel eine strenge Anordnung. Die subjektive Wahrnehmung in Kombination mit dem Verfremdungseffekt bestimmt die Wirkung ihrer Kunst. Die Künstlerin verbindet hier moderne Technik mit traditioneller, analoger Fotografie – Neues mit Vergangenem.

 


Judith Wermter über Konzept & Präsentation

Welche Technik setzen Sie ein?

Ich nutze für meine Fotoarbeiten das iPhone in Kombination mit einer Anwendungssoftware. Fotografien mit dieser Kamera-App werden ausdrucksstark verändert und erzeugen eine Art Retroeffekt. Die Fotografie mit der App ist vergleichbar mit der Fotografie auf Film: Ich sehe den resultierenden Effekt beim Blick durch den Sucher noch nicht. Ich muss den Moment abwarten, bis die Bilder "entwickelt" sind. Nachträgliche Korrekturen sind nicht mehr möglich.

Welche Themen spielen eine Rolle? 

Die für die Präsentation ausgewählten Arbeiten sowohl für "Spiegelung" als auch dessen Fortschreibung "AusSicht des Augenblicks" zeigen dem Betrachter Ausschnitte des Alltäglichen, die das Auge erfasst, doch der Mensch in dem alltäglichen Geschehen nur oberflächlich, wenn überhaupt, wahrnimmt. In meiner iPhoneFotografie/AppKunst geht es mir grundsätzlich immer nur um das Sehen des Augenblicks. Verstärkt wird das Gefühl für das Motiv, das sich in dem Augenblick offenbart. 

Was ist Ihre Motivation: 

Über viele Jahre hatten Fotografen nicht die Möglichkeit ihre Aufnahmen direkt nach dem Auslösen auf dem Kameradisplay zu kontrollieren. Es steckt heutzutage geradezu ein Zwang dahinter, ob das Bild scharf ist, die Belichtung und Sonstiges stimmt. Manch ein Fotograf blickt länger auf das Kontrolldisplay als durch den Sucher.

Ein Musiker würde niemals während des Spiels jeden Takt, kaum das er verklungen ist, über Band kontrollieren. Dies würde jegliches musikalisches Spiel verhindern.

Ich möchte mit meiner Art des Fotografierens Momente sichtbar machen, die in der Alltäglichkeit untergehen und die keiner Kontrolle durch das Kameradisplay unterworfen sind. Neues wird mit Vergangenem aufgezeigt. Die Möglichkeit der iPhoneFotografie verbindet hier moderne Technik mit analoger Fotografie.

 


Englische Version / English version:

Judith Wermter – iPhonePhotography/AppArt

Judith Wermter lives and works in the Ruhr area in Germany. After working on classic photography for many years, she specialized and reduced herself exclusively to iPhone Photography / App Art five years ago and discovered the best expression of her art.

Here she works with a special app. This creates a retro effect that is comparable to photography on film in the sense of the vintage art. The artist does not see the resulting effect while looking through the viewfinder of the camera and has to wait for the moment until the pictures are „developed“ digitally. There is no subsequent possibility of image manipulation in this process.

The selected works by Judith Wermter reveal three preferences of her motif selection: perspectives, structures and reflections. The composition usually has a strict arrangement. The subjective perception in combination with the alienation effect determines the effect of her art. The artist combines modern technology with traditional analogue photography – new with the past.

 

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